Grußworte an die Aktion KunstHerz
Werte Kunstfreunde,
Kunstausstellungen haben bei uns in der IHK zu Kiel eine lange Tradition, die von stetig neuen Impulsen getragen wird. Mit der Ausstellung „KunstHerzen“ betreten wir erstmals künstlerisch ein Terrain, das mir als Unternehmer, aber auch als Vater und Großvater ein besonderes Anliegen ist: Das soziale Engagement der Wirtschaft zwischen Nord- und Ostsee – in diesem Fall speziell für herzkranke Kinder.
Zum Wohle der Herzkinder gilt es, gemeinsam zu handeln: Mit der Aktion KunstHerz unterstützen bildende Künstler an der Seite der regionalen Wirtschaft die Arbeit der Stiftung KinderHerz Deutschland für das Kinderherzzentrum unserer Region, das sich mit seiner Forschungsarbeit zur innovativen Behandlung von Kindern mit angeborenen Herzfehlern über die Grenzen der Region, ja Republik hinaus, in Person von Professor Hans-Heiner Kramer einen Namen gemacht hat.
Ich freue mich aufrichtig, dass im Rahmen dieser Aktion mehr als 50 Künstler aus Schleswig-Holstein und Hamburg ihre Herzen haben sprechen lassen: Künstler, die bereit waren, ihre ganze Kreativität in ihre Werke einfließen zu lassen. Entstanden sind einzigartige und auch ungewöhnliche Kunstwerke, die mich sehr berühren – setzen sie doch das Thema „Kinderherzfehler“ eindrucksvoll und sensibel in Szene. Jedes dieser Unikate stellt ein sichtbares Zeichen für das soziale Engagement der regionalen Wirtschaft zu Gunsten herzkranker Kinder dar.
Zum ersten Mal werden diese einzigartigen „Kunst-Herzen“ nun der Öffentlichkeit gezeigt: Wir freuen uns sehr, Ihnen vom 11. November bis einschließlich 14. November 2008 in den Räumen der Merkur-Galerie der IHK zu Kiel diese wunderbare Sammlung künstlerisch vielfältig gestalteter Herzen präsentieren zu können.
Im übertragenen Sinne des Zitats von Adolph Kolping: „Wenn jeder auf seinem Platz das Beste tut, wird es in der Welt bald besser aussehen“, möchte ich allen an der Ausstellung Beteiligten für ihre ideenreiche und tatkräftige Hilfe, den Unternehmen und den Künstlern für ihr besonderes Engagement meinen aufrichtigen Respekt zollen.
Und last – but not least wünsche ich der Stiftung KinderHerz im Sinne der kleinen herzkranken Patienten, dass wir gemeinsam mit dieser Ausstellung noch mehr Menschen für die Sache der Herzkinder gewinnen können.
Geleitwort der Unternehmer aus Schleswig-Holstein/Hamburg
Es erfüllt mich mit großer Freude und sogar ein wenig Stolz, dass - wie die große Zahl der hier vorgestellten KunstHerzen sinnbildlich unter Beweis stellt – so viele Unternehmer in unserer Region im Rahmen dieser Kunstaktion der Stiftung KinderHerz Deutschland im wahrsten Sinne „Herz zeigen“. Wir bekennen uns damit sichtbar für jeden zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung für die Region – in der Region.
Alle an der Aktion beteiligten Unternehmen haben sich die Unterstützung des Anliegens der Stiftung KinderHerz zu einer echten Herzensangelegenheit gemacht: Mit mannigfachen Ideen, einem hohen Maß an Kreativität und natürlich auch finanziellen Zuwendungen bringen sie sich für die Sache der herzkranken Kinder ein. Und ermöglichen so, dass am Kinderherzzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein nicht nur dringend benötigte medizinische Geräte finanziert, sondern vor allem auch hoffnungsvolle und einzigartige Forschungsprojekte zur Behandlung angeborener Kinderherzfehler auf den Weg gebracht werden können. Das soziale Engagement von Unternehmen bei uns in Schleswig-Holstein und Hamburg wirkt darüber hinaus im Sinne der Standortförderung. Als überwiegend mittelständische Unternehmen stehen wir zu unserer Verantwortung für die Gesellschaft, in der wir leben – in der und mit der wir wirtschaften. Das gilt umso mehr in unserer heutigen immer stärker den Einflüssen globalisierten Handelns unterworfenen Welt: Ohne ein soziales Engagement von Unternehmen in ihrer Region ist eine nachhaltige Stärkung des sozialen Zusammenhalts und Entwicklung unserer Gesellschaft nicht möglich.
Wir danken allen beteiligten Künstlern, dass sie dieser Idee der Stiftung mit ihrer beeindruckenden Kreativität so eindrucksvoll Leben eingehaucht haben.
Liebe Freunde und Förderer,
„Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.“
Dieses Zitat von Paul Klee umschreibt sehr schön, was wir mit dieser besonderen Ausstellung erreichen wollen: Unser Anliegen, herzkranken Kindern zu helfen, auf eine kreative Weise einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Herzfehler zählen bei Neugeborenen zu den häufigsten aller Organerkrankungen: Um die bestmögliche Versorgung dieser Kinder sicher zu stellen, brauchen wir Kinderherzzentren, die darauf spezialisiert sind, die kleinen Patienten zu behandeln.
Ich wünsche mir für die betroffenen Kinder undderen Angehörigen bundesweit Kinderherzzentren, in denen Neugeborene, Säuglinge und Kinder – unter optimalen Voraussetzungen und mit modernster medizinischer Ausstattung – diagnostisch und therapeutisch in den besten Händen sind. Dabei weiß ich genau, diese Vision kann wahr werden: Im Rahmen unserer dazu ins Leben gerufenen „Aktion KunstHerz“ legen wir zunächst an sechs ausgewählten Standorten den Grundstein für ein flächendeckendes Netz von Kinderherz- Kompetenzzentren. So wollen wir zum Wohle der Herzkinder alle Kräfte auf den Gebieten der Kinderkardiologie und -herzchirurgie optimal zusammenführen.
Mein großer Dank gilt den Künstlern aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die mit ihrem künstlerischen Engagement diesen unseren Ansatz so kreativ unterstützen. Sie haben mit ihren wunderbar gestalteten Kunstwerken die Aktion und diese Ausstellung überhaupt erst Wirklichkeit werden lassen.
Mein ebenso herzlicher Dank gilt natürlich den Unternehmen, die sich an unserer Seite für die Sache der Herzkinder einsetzen: Ihr Engagement und die damit verbundene Wertschätzung für unser Tun zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ein Weg, der die Hoffnung, dass die kleinen Patienten jederzeit und überall optimal versorgt werden können, weiter bestärkt.
Sehr geehrte Damen und Herren,
zuallererst möchte ich allen Initiatoren, Künstlern und Unternehmen ganz herzlich danken, die mit großem Engagement die Realisation der von der Stiftung KinderHerz Deutschland kreierten Idee „Aktion KunstHerz“ und auf diese Weise die Begegnung von bildender und ärztlicher Kunst in so faszinierendem Maße möglich gemacht haben.
Jedes Jahr kommen in Deutschland ca 7.000 Kinder mit einem Herzfehler zur Welt. Kinder, deren angeborene Herzerkrankungen zum Teil so kompliziert sind, dass sie noch vor wenigen Jahren keine Überlebenschancen gehabt hätten.
Glücklicherweise verfügen Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie heute über diagnostische und therapeutische Mittel, die einer stetig wachsenden Zahl betroffener Kinder die Chance auf ein nahezu gesundes Leben eröffnen. Gerade auf dem Gebiet der angeborenen Herzfehler kommt es dabei auf die Kombination von ärztlicher Kunst und hochentwickelter Technik an: Wir im Kinderherzzentrum in Kiel haben uns spezialisiert auf die Behandlung von Kindern mit einer stark unterentwickelten linken Herzkammer. Die Möglichkeiten medizinischer Innovation auf diesem Gebiet sind seit Jahren durch den Rückgang der finanziellen Mittel für die Forschung und apparative Ausstattung an Kinderherzzentren begrenzt.
Umso mehr freut es mich, dass sich an der Seite der Stiftung KinderHerz Deutschland so viele Menschen für unsere kleinen Patienten engagieren: Die Künstler, die sich mit all ihrer Kreativität in die „Aktion KunstHerz“ einbringen. Die Unternehmen in Schleswig-Holstein und Hamburg, die tatkräftig unsere Arbeit finanziell unterstützen, damit unsere Herzkinder eine bessere Zukunft haben. Mit Ihnen allen teile ich sicher den Wunsch, dass diese nicht nur mich persönlich beeindruckende Sammlung von „KunstHerzen“ den Kreis von Unterstützern in ihrem Engagement bestärken und ihn auch vergrößern wird.
Herz, Kunst, Herzkunst, KunstHerz
Das Herz gehört allgemein zu den beliebtesten Sinnbildern. Ist es doch Symbol von schönen, leibseelisch beglückenden Absichten und Zuständen. Es präsentiert sich – vorzugsweise in rot – als Sofakissen, als Lebkuchen mit Zuckergußbotschaft, Haarspange, Handschmeichler, Kettenanhänger. Ziert Kaffeebecher, Tagebücher von Mädchen, Geschenkpapier. Ich habe es sogar, aus rotem Papier gestanzt, schon in Blumensträuße gesteckt gesehen, als habe man kein Vertrauen mehr in die florale Sprache. Das wäre zur Zeit des Biedermeiers nicht vorgekommen. Da traute man dem Gefühlswert von Blumenbouquets noch, aber das Herzmotiv hatte an anderer Stelle Hochkonjunktur. Als Massenware zierte es die beliebten Kunstbillets, gedruckte Freundschafts- und Glückwunschkarten, die auch ohne persönliche Worte Emotionen offenbaren sollten.
Wie steht es heute um das Herzmotiv in der bildenden Kunst? Meines Wissens gibt es nur einen Künstler des 20. Jahrhunderts, der sich mit unerschöpflicher Lust dem Herzen gewidmet hat: Jim Dine, ein Hauptvertreter der amerikanischen Pop Art. Und die Menschen lieben seine Arbeiten. Die Plakate mit seinen Herzen finden reißenden Absatz. Als Anfang dieses Jahres die Idee entstand, vollplastische, stereotype Terrakottaherzen durch bildende Künstler aus Schleswig-Holstein und Hamburg zu individuellen, einmaligen Kunstwerken zu machen, hatte ich mich noch nicht an Jim Dine erinnert und fand das Unterfangen kühn, aber einen Versuch wert. Die dahinter stehende Absicht – Förderung der Arbeit am Kinderherzzentrum in Kiel – hatte mich so überzeugt, dass ich glaubte, meine Kollegen dafür gewinnen zu können. Ich hatte mich nicht getäuscht, im Gegenteil, es war geradezu bewegend, wie großherzig sich 50 Kunstschaffende darauf einließen. Dabei wurde die vorgegebene Motivform als echte Herausforderung betrachtet. Was macht eine, die sich ihr Leben lang nur mit rechteckigen Formen auseinandergesetzt hat oder eine, die normalerweise mit Bleistift auf Papier zeichnet, mit diesem „Objekt“?
Wir haben unsere Kreativität erweitert und ich glaube für alle sprechen zu können: Es hat auch Spaß gemacht. Herausgekommen sind einzigartige Kunstobjekte, die selbst einen Jim Dine noch verwundern können.
Ich hoffe, dass viele Menschen diese Herzen bewundern, dass viele das Freudepotential oder die Imagekraft der Kunst für ihr Unternehmen entdecken und sich wünschen, ihr Foyer, Geschäfts- oder Konferenzzimmer mit so einem Objekt zu bereichern, um damit ihre tatkräftige Unterstützung für die Stiftung Kinder-Herz zu zeigen. Dann würde unsere Absicht in Erfüllung gehen.
Grußwort der Paten der Aktion „KunstHerz“
Als Journalisten berichten wir regelmäßig über Katastrophen und Not aus aller Welt. Doch auch bei uns gibt es Leid, von dem die Öffentlichkeit aber recht wenig erfährt: Jahr für Jahr werden hier bei uns in Deutschland mehr als 7.000 kleine Menschen mit Herzfehlern geboren. Viele von ihnen müssen an ihren winzig kleinen Herzen operiert werden, kaum dass sie das Licht der Welt erblicken. Das, was die Herzspezialisten heute leisten können, erscheint dem medizinischen Laien fast schon wie Magie. Aber natürlich kostet eine solche innovative Hochleistungsmedizin viel Geld. Geld, das in Zeiten knapper Kassen nur begrenzt zur Verfügung steht.
Schön, dass es hier in unserer Region so viele Menschen gibt, die bereit sind, sich für andere zu engagieren. Diese Ausstellung ist für uns ein sichtbares Zeichen, dass Menschen viel erreichen können, wenn sie sich gemeinsam für eine gute Sache einsetzen. Unser Respekt gilt den Künstlern und den beteiligten Förderern. Sie alle machen es möglich, dass mit der Aktion KunstHerz die Thematik der herzkranken Kinder bekannter gemacht wird.
Herzkranke Kinder brauchen unsere Hilfe und die beste medizinische Versorgung. Sie brauchen kein Mitleid, kein Bedauern. Sie brauchen starke Partner und eine Stimme, die sich für sie einsetzt. Deshalb ist es uns ein persönliches Anliegen, die Arbeit der Stiftung KinderHerz Deutschland als Paten zu begleiten und zu unterstützen.

